Chronik

Vorfahren:

Gerber Josef Amann von Altembs (Hohenems/Vlbg.) heiratete in Vaduz 1762 die Tochter Anna Maria des Gerbermeisters Christian Eberle und kaufte sich ein in Vaduz um 20 Gulden am 15. 07. 1784.

In der 3. Generation der Vaduzer-Amann finden wir Josef Anton Amann, Gerbermeister.

Seine ältesten Söhne Reinold und Alfons erlernten ebenfalls den Gerberberuf, so dass der 3. Sohn Peter geb. 1853, eine anderweitige Lehre antreten musste. Um ca. 1869/70 kam dieser in die Lehre als Fassküfer nach Altstätten/SG. Wegen offenen Beinen, die ihn zeitlebens plagten, musste notgedrungen diese Lehre aufgegeben werden.

Ab 1871 trat er in dem sehr bekannten Hause „Gasthof und Bäckerei Lingg“ in Feldkirch die Bäckerlehre an.

Sein Ruf als „ausgezeichneter Bäcker und Menschenfreund“ wurde im Lande, insbesondere in  Vaduz, bald bekannt.  Er wurde der Gründer der Bäckerei Amann und errichtete ca. 1874 in seinem Hause Nr. 13 an der Landstrasse, da wo sich jetzt der Eingang der alten Landesbank befindet, seine Bäckerei. Das Mehl bezog er aus der damaligen „Wegeler Mühle“, heute Verbandsmühle in Feldkirch.

1881 heiratete er Rosa, die Tochter des angesehenen Ortsrichters.

1886 -  Verkauf der Bäckerei-Liegenschaft, Haus Nr. 13, an das Land Liechtenstein, das in unmittelbarer Nähe weitere Objekte aufkaufte, zwecks Erstellung eines Regierungsgebäudes.

1886 – Bau des Hauses Nr. 196 an der Aeulestrasse mit Bäckerei, Wohnung und einem landwirtschaftlichen Ökonomiegebäude (heute Aeulestrasse 56).

1900 – Sohn Alfred, geboren 1884, geht in die Bäckerlehre nach Altstätten/SG zu Bäckermeister Lehner in die Engelgasse.

1919 - Nach vorangegangenen Gesellenjahren in Davos, Sulz und Schlins/Vlbg. lernte Alfred am letzten Arbeitsplatz seine zukünftige Lebensgefährtin kennen, er heiratete im April 1919 in Rankweil die Walgauerin Ottilie Tschann von Röns.

1920 – Übernahme der väterlichen Bäckerei durch das Ehepaar Alfred und Ottilie Amann-Tschann.

Ca. 1927 -  Aufnahme der Geschäftsverbindung mit der Firma Stricker & CIE. Mühle Grabs, nach dem einige Jahre zuvor der Zollvertrag mit der Schweiz zustande gekommen und der Schweizer Franken als legale Währung in Liechtenstein eingeführt worden war.

In den für das Fürstentum schwierigen Übergansjahren 1919-1926 schienen die Gemeindemühle Vaduz und die Firma August Gantner Söhne, Flums/SG als Mehllieferanten der Bäckerei Amann auf.

1936 - Vater Alfred übernimmt zufolge Erbteilung das gesamte Anwesen Haus Nr. 196.

Im gleichen  Jahr tritt der 2. Sohn Josef in die Bäckerlehre bei Vater Alfred ein. Nach dem Krieg absolviert er wiederholt Kurse an der Bäcker- und Konditorfachschule Richemont in Luzern.

1937 – Einführung der doppelten Buchhaltung. Es war die erste Buchhaltung überhaupt, die in einer liechtensteinischen Bäckerei geführt wurde. Der damalige Steuerkommissär und spätere Regierungschef Alexander Frick war sehr befriedigt, da dadurch endlich mehr Einblick in die Erwerbsverhältnisse liechtensteinischer Bäckerbetriebe zu erhalten war.

1947- Nach dem Krieg kam es aufgrund der betrieblichen und damit auch finanziellen Aufwärtsentwicklung zu Erweiterungsbauten am Haus Nr. 196 und zur Vergrösserung der Bäckerei und des Ladens. Der langgehegte Wunsch des Vaters ging in Erfüllung: Einbau eines Dampfbackofens, geliefert von der Firma Aeschbach AG in Aarau.

1950 - Heirat des Bäckers Josef Amann mit Maria Oliva Ritter aus Mauren.

1952 - Käufliche Übernahme des Bäckerei-Betriebes durch Josef Amann

1965- Übernahme der gesamten Liegenschaft im Erbwege durch Josef Amann nach dem Ableben des Vaters Alfred.

1966 – Neubau einer modernen Bäckerei/Konditorei (mit 2 Backöfen), in Koordinierung mit einem später zu realisierenden Neubau „Haus Amann“.

1969/72 Lehre von Peter Markus Amann, geboren 1953, als Bäcker/Konditor bei der Konditorei Café Egli in Buchs/SG.

1972 – 75 Peter hält sich zur beruflichen Weiterbildung in Betrieben zu Bern, Glarus und Arosa auf.

Ab 1975 ist Peter Amann im elterlichen Betrieb tätig.

1976 – Abbruch des Vaterhauses und 1977 Erstellung des „Haus Amann“, kombiniert mit Bäckerei-Konditorei und Café, in den oberen Stockwerken Räume für Büros, Arztpraxen und Wohnungen.

1979 – Heirat von Peter Amann mit Annemarie Giger.

1995 – Käufliche Übernahme der Josef Amann AG durch Peter Amann.

1996/99 Bäcker-Konditorlehre von Martin Amann in der Bäckerei/Konditorei Elmar Zeller in Rüthi/SG.

1999/2001 – Zusatzlehre von Martin Amann als Koch im Gasthof Löwen in Vaduz.

2003 - Martin tritt in die Josef Amann AG ein. (Geb. 1980 5. Bäckergeneration).

2007 - Totalumbau des Café/Restaurants.

2007 – Martin Amann absolviert die Gastwirteprüfung.

2010 – Umbau des alten Verkaufsladens in einen topmodernen Bäckereiladen.